Was bin ich?
ich sah ihn da am wegesrand,
wie er bei den blumen stand,
er war vom duft so hingerissen, da hat er gleich hineingebissen.
den mund voll roten, gelben, blauen,
musste er sehr lange kauen,
so wackelten die langen ohren,
dieses wunderschönen grauen.
er zottelte des weges weiter,
war von den leckren blumen heiter,
da kreuzte er ein pferd mit reiter,
welches dacht´ es wär gescheiter.
"du dummer" schnaubt das ross zu ihm,
"du bist stur, ich angenehm,
auf mir sitzen menschen gerne,
und reisen mit mir in die Ferne"
Der Graue lacht und schaut ihm nach,
"das Pferdchen ist wohl geistesschwach!"
wackelt mit den langen Öhrchen
"statt Reiter mag ich lieber Möhrchen!"
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