Es ist Herbst und da ist es an der Zeit die letzten Früchte für den Winter zu sammeln.
Recht unbekannt sind Schlehen (auch Schlehdorn). Sie sind die Urform der Zwetschgen und schmecken auch so ähnlich, aber sie reifen erst im Spätsommer und man kann sie erst verzehren, wenn es gefroren hat (oder man ein Tiefkühlfach besitzt).
Hier in Erlangen kann man an vielen Stellen Schlehen sammeln, weil es hier so sandigen Boden gibt, den die mögen. Im Sommer habe ich auch in den holländischen Dünen Schlehen gefunden (und gesammelt). Sie wachsen also an ähnlichen Stellen wie Sanddorn. In Erlangen wächst der Schlehdorn u.a. im Aromagarten und am Europakanal.
Zurück zum Schlehen-Gin:
Sloe Gin ist ein traditioneller aufgesetzter Schnaps bzw. Likör aus England, die ja bekanntlich den Gin lieben. Traditionell sammelt man dort die Beeren Ende Oktober, Anfang November in einem Behälter, der nicht aus Metall (oder nur aus Silber) ist. Sicherheitshalber kann man sie eine Nacht ins Gefrierfach legen, damit sie nicht bitter schmecken.
Nun kann man pro Flasche Gin bis zu 750g Schlehen hinzufügen, frei nach dem Motto meines Freundes "Mehr schmeckt besser!" :-) Dazu dann bis zu 250Gramm Zucker oder Kandis, und je nach Rezept fügt man noch Zimt und/oder Nelken und/oder Mandel-Aroma hinzu. Das ganze lässt man bis Weihnachten stehen, denn Weihnachten und Silvester ist die Zeit des Sloe-Gins.
Ich habe Slow Gin auch schon mit viel weniger Zucker und Schlehen gemacht, damit es nicht so "likörig" sondern eher wie ein aromatisierter, aufgesetzter Schnaps schmeckt.
Wenn der Schlehen-Gin fertig ist, wird er ganz dunkel. Bilder folgen! :-)
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